Monatsarbeitszeit 2026: Sollstunden und Arbeitstage pro Monat im Überblick

May 8, 2026

2026 hat in Deutschland 254 Arbeitstage – in einer 5-Tage-Woche und auf Basis der bundeseinheitlichen Feiertage. Der Beitrag liefert die Monatsarbeitszeit für 2026, eine Sollstunden-Tabelle für gängige Arbeitszeitmodelle und ordnet Tag der Deutschen Einheit und 2. Weihnachtstag richtig ein – beide fallen 2026 auf einen Samstag.

Monatsarbeitszeit 2026 auf einen Blick

Im Jahr 2026 fallen sieben der neun bundeseinheitlichen Feiertage auf einen Werktag. Für eine 5-Tage-Woche ergeben sich daraus bundesweit 254 Arbeitstage – etwas mehr als in vielen Vorjahren, weil sowohl der Tag der Deutschen Einheit (Samstag, 3. Oktober) als auch der 2. Weihnachtstag (Samstag, 26. Dezember) auf einen Wochenendtag fallen.

Bei einer 40-Stunden-Woche entspricht das einer Jahresarbeitszeit von 2.032 Stunden – oder einer durchschnittlichen Monatsarbeitszeit von rund 169,3 Stunden (bezogen auf die tatsächlichen Arbeitstage). Wer mit dem klassischen Wochenfaktor 4,33 rechnet, kommt auf 173,2 Monatsstunden – also rund vier Stunden höher, weil die Formel die Wochenenden-Feiertage des Jahres 2026 nicht berücksichtigt.

Bundeseinheitliche Feiertage 2026

In allen 16 Bundesländern gelten 2026 die folgenden gesetzlichen Feiertage:

  • Neujahr: Donnerstag, 1. Januar 2026
  • Karfreitag: Freitag, 3. April 2026
  • Ostermontag: Montag, 6. April 2026
  • Tag der Arbeit: Freitag, 1. Mai 2026
  • Christi Himmelfahrt: Donnerstag, 14. Mai 2026
  • Pfingstmontag: Montag, 25. Mai 2026
  • Tag der Deutschen Einheit: Samstag, 3. Oktober 2026 (Wochenende)
  • 1. Weihnachtstag: Freitag, 25. Dezember 2026
  • 2. Weihnachtstag: Samstag, 26. Dezember 2026 (Wochenende)

Regionale Feiertage – etwa Heilige Drei Könige (Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt), Fronleichnam (BW, BY, HE, NW, RP, SL) oder Reformationstag (Norddeutschland) – reduzieren die Arbeitstage in einzelnen Bundesländern zusätzlich.

Arbeitstage je Monat 2026 (bundesweit, 5-Tage-Woche)

  • Januar 2026: 21 Arbeitstage (Neujahr Do)
  • Februar 2026: 20 Arbeitstage
  • März 2026: 22 Arbeitstage
  • April 2026: 20 Arbeitstage (Karfreitag Fr, Ostermontag Mo)
  • Mai 2026: 18 Arbeitstage (Tag der Arbeit Fr, Himmelfahrt Do, Pfingstmontag Mo)
  • Juni 2026: 22 Arbeitstage
  • Juli 2026: 23 Arbeitstage
  • August 2026: 21 Arbeitstage
  • September 2026: 22 Arbeitstage
  • Oktober 2026: 22 Arbeitstage (Tag der Deutschen Einheit Sa)
  • November 2026: 21 Arbeitstage
  • Dezember 2026: 22 Arbeitstage (1. Weihnachtstag Fr, 2. Weihnachtstag Sa)

Mit 18 Arbeitstagen ist der Mai der arbeitskürzeste Monat 2026, mit 23 Tagen liegt der Juli an der Spitze. Die Differenz von fünf Arbeitstagen entspricht bei einer 40-Stunden-Woche 40 Sollstunden – ein nicht zu vernachlässigender Wert in der Personalplanung.

Sollstunden 2026 nach Arbeitszeitmodell

40-Stunden-Woche (8 Stunden pro Tag)

  • Januar: 168 h │ Februar: 160 h │ März: 176 h
  • April: 160 h │ Mai: 144 h │ Juni: 176 h
  • Juli: 184 h │ August: 168 h │ September: 176 h
  • Oktober: 176 h │ November: 168 h │ Dezember: 176 h

Jahresarbeitszeit 2026 bei 40 h/Woche: 2.032 Stunden

38,5-Stunden-Woche (7,7 Stunden pro Tag)

  • Januar: 161,7 h │ Februar: 154,0 h │ März: 169,4 h
  • April: 154,0 h │ Mai: 138,6 h │ Juni: 169,4 h
  • Juli: 177,1 h │ August: 161,7 h │ September: 169,4 h
  • Oktober: 169,4 h │ November: 161,7 h │ Dezember: 169,4 h

Jahresarbeitszeit 2026 bei 38,5 h/Woche: 1.955,8 Stunden

35-Stunden-Woche (7 Stunden pro Tag)

  • Januar: 147 h │ Februar: 140 h │ März: 154 h
  • April: 140 h │ Mai: 126 h │ Juni: 154 h
  • Juli: 161 h │ August: 147 h │ September: 154 h
  • Oktober: 154 h │ November: 147 h │ Dezember: 154 h

Jahresarbeitszeit 2026 bei 35 h/Woche: 1.778 Stunden

Vergleich: Faktor 4,33 versus monatsexakte Berechnung

Im Jahresdurchschnitt liefern beide Methoden ähnliche Werte, im einzelnen Monat klaffen sie auseinander.

  • Faktor 4,33 (40 h/Woche): 173,2 Stunden, jeden Monat gleich
  • Monatsexakt (40 h/Woche): 144 bis 184 Stunden, je nach Monat

Die Differenz im Mai 2026 liegt bei 29,2 Stunden. Für Festgehälter ist das unproblematisch – der Wochenfaktor glättet über das Jahr. Bei Stundenlohnabrechnungen, Stundenkonten oder der Auslastungsplanung ist die monatsexakte Methode jedoch unverzichtbar.

Was die Zahlen für die Lohnabrechnung 2026 bedeuten

Festgehälter mit Wochenfaktor: Beim Wochenfaktor 4,33 ergibt eine 40-Stunden-Woche jeden Monat 173,2 Sollstunden. Mit Faktor 4,35 sind es 174 Stunden. Beide Werte sind in der Praxis zulässig, wenn das Verfahren im Arbeitsvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung dokumentiert ist.

Stundenlohnabrechnungen: Hier wird mit den tatsächlichen Arbeitstagen gerechnet. Beispiel Mai 2026: 18 Arbeitstage × 8 Stunden = 144 Sollstunden. Bei 18 Euro pro Stunde ergibt das ein Bruttogehalt von 2.592 Euro – deutlich weniger als im Juli (184 × 18 = 3.312 Euro).

Arbeitszeitkonten: Soll-Ist-Vergleiche basieren auf der monatsexakten Sollzeit. Wer 2026 ein Arbeitszeitkonto führt, muss die unterschiedlichen Monatswerte bei der Berechnung von Plus- und Minusstunden berücksichtigen.

Personalplanung: Die niedrige Maizahl (18 Tage) und die hohen Werte in Juli (23) und März/Juni/September/Oktober/Dezember (je 22) sollten in Kapazitäts- und Auslastungsplanung einfließen, etwa bei Projektzeiträumen oder Schichtmodellen.

Regionale Unterschiede 2026

Die obige Tabelle bezieht sich auf bundesweite Feiertage. In Bundesländern mit zusätzlichen gesetzlichen Feiertagen reduziert sich die Anzahl der Arbeitstage entsprechend:

  • Bayern: Heilige Drei Könige (Di, 6. Januar), Fronleichnam (Do, 4. Juni) – zwei zusätzliche Werktage entfallen, da Mariä Himmelfahrt und Allerheiligen 2026 auf Wochenenden liegen. Ergebnis: 252 Arbeitstage.
  • Baden-Württemberg: Heilige Drei Könige (Di), Fronleichnam (Do) – 252 Arbeitstage.
  • Sachsen-Anhalt: Heilige Drei Könige (Di) – 253 Arbeitstage. Reformationstag (Sa, 31. Oktober) fällt aufs Wochenende.
  • Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland: Fronleichnam (Do) – 253 Arbeitstage.
  • Nördliche Bundesländer (Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg): 254 Arbeitstage – keine zusätzlichen Werktag-Feiertage 2026.

Fazit

2026 ist ein überdurchschnittlich arbeitsreiches Jahr: Mit 254 Arbeitstagen bundesweit liegen zwei gesetzliche Feiertage auf einem Samstag, was Beschäftigte zwei freie Tage „kostet“. Für die Lohnabrechnung relevant: Bei Festgehältern bleibt es beim Wochenfaktor 4,33 oder 4,35; in Stundenlohnverträgen und Arbeitszeitkonten fällt der Mai mit nur 18 Arbeitstagen besonders ins Gewicht. Wer frühzeitig die monatsexakten Sollstunden in seine Personalplanung integriert, vermeidet böse Überraschungen – vor allem im Mai und in Bundesländern mit Fronleichnam.

Sollstunden 2026 im Vergleich

MonatArbeitstage40 h/Woche38,5 h/Woche35 h/Woche
Januar21168 h161,7 h147 h
Februar20160 h154,0 h140 h
März22176 h169,4 h154 h
April20160 h154,0 h140 h
Mai18144 h138,6 h126 h
Juni22176 h169,4 h154 h
Juli23184 h177,1 h161 h
August21168 h161,7 h147 h
September22176 h169,4 h154 h
Oktober22176 h169,4 h154 h
November21168 h161,7 h147 h
Dezember22176 h169,4 h154 h
Summe 20262542.032 h1.955,8 h1.778 h

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Laura Stapf

Marketing-Spezialistin

Bei Taxmaro entwickle ich Strategien für einen wirkungsvollen Social-Media-Auftritt. Zudem verfasse ich Fachartikel im Blog zu Themen rund um HR und Lohnbuchhaltung und verbinde dabei fachliche Expertise mit praxisnahen Einblicken.