Die monatliche Arbeitszeit ist eine zentrale Größe in HR, Lohnabrechnung und Arbeitszeit-Controlling. Sie beschreibt, wie viele Stunden eine Beschäftigte bzw. ein Beschäftigter in einem Kalendermonat arbeiten soll oder gearbeitet hat. Eine korrekte Berechnung ist wichtig für Arbeitszeitkonten, Vergütungsabrechnung, Teilzeit-Modelle und Personalplanung.
Die monatliche Arbeitszeit ist die Summe aller Arbeitsstunden, die ein Beschäftigter in einem bestimmten Monat leisten soll – sei es laut Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder betrieblicher Praxis. Sie ergibt sich typischerweise aus der vereinbarten wöchentlichen Arbeitszeit und den Kalendermonaten. Sie ist keine festgeschriebene gesetzliche Größe, sondern ein rechnerischer Wert für interne Planung und Abrechnung.
A) Formel 1: Wochenarbeitszeit × Wochenfaktor
Eine weit verbreitete Formel zur Ermittlung der durchschnittlichen monatlichen Arbeitszeit lautet:
Monatliche Arbeitszeit = Wöchentliche Arbeitszeit × 4,35
Der Faktor 4,35 ergibt sich aus der Verteilung von 52 Wochen auf 12 Monate im Jahr (52 ÷ 12 ≈ 4,33–4,35). Diese Berechnung glättet die Unterschiede zwischen Monaten mit 28 bis 31 Tagen und wird in der Praxis oft für Planung, Lohnabrechnung und Reporting genutzt.
Beispiele:
Diese Methode wird von vielen Arbeitszeit-Rechnern und HR-Ratgebern empfohlen.
B) Formel 2: Arbeitstage × tägliche Arbeitszeit
Für eine monatsspezifische Berechnung – also wenn genau die tatsächlichen Arbeitstage eines bestimmten Monats relevant sind – wird meistens diese Formel genutzt:
Monatliche Arbeitszeit = Anzahl der tatsächlichen Arbeitstage × tägliche Sollarbeitszeit
Die Anzahl der Arbeitstage pro Monat hängt von Kalenderstruktur, Wochenenden und Feiertagen ab und variiert zwischen ca. 20 und 23 Tagen pro Monat.
Beispiel: Bei einer täglichen Sollarbeitszeit von 8 h und 22 Arbeitstagen im Mai:
Diese Methode eignet sich für konkrete Monatsberechnungen, z. B. wenn Feiertage oder Fehlzeiten berücksichtigt werden müssen.
1. Anzahl der Arbeitstage
Die Zahl der Arbeitstage variiert stark zwischen Monaten und wird beeinflusst durch Wochenenden und gesetzliche Feiertage.
2. Feiertage und Urlaubszeit
Feiertage und Urlaub reduzieren in der Praxis die tatsächlich geleisteten Stunden, denn sie fallen in der Regel auf normale Arbeitstage.
3. Teilzeit-Modelle
In Teilzeit wird die Monatsarbeitszeit proportional zur Vollzeitarbeitszeit berechnet – sei es über Wochenfaktor oder Arbeitstage.
4. Arbeitszeitmodelle (Gleitzeit, Jahresarbeitszeitkonten)
In flexiblen Modellen sind Sollstunden pro Monat lediglich Richtwerte; entschiedener ist die Jahresarbeitszeit und ein entsprechendes Arbeitszeitkonto.

a) Lohn- und Gehaltsabrechnung
Die monatliche Arbeitszeit dient als Basis für die Berechnung von Arbeitsstunden, Vergütung und Stundenlöhnen – insbesondere bei Verträgen ohne feste Tageszeiten.
b) Arbeitszeitkonten und Überstunden
Sie ist wichtig für die Soll-/Ist-Vergleiche in Arbeitszeitkonten und für die Erfassung von Über- und Minusstunden.
c) Teilzeitvereinbarungen
In Teilzeitjobs ist die korrekte Monatsberechnung für die proportionale Verteilung der Arbeitszeit und Lohnbemessung entscheidend.
d) Rechtliche Rahmenbedingungen
Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) begrenzt u. a. die tägliche Arbeitszeit auf 8 h und die wöchentliche auf 48 h, beeinflusst jedoch nur die oberste Grenze – nicht die Berechnung der Soll-Monatszeit als Planwert.
✔ Klare Vereinbarungen im Arbeitsvertrag: Vereinbare entweder Wochenstunden oder tägliche Stunden.
✔ Software nutzen: Zeiterfassungstools vereinfachen die Berechnung und Vermeidung von Fehlern.
✔ Feiertage berücksichtigen: Für exakte Monatswerte Feiertage und Urlaubszeiten einrechnen.
✔ Transparenz schaffen: Mitarbeitende sollten nachvollziehen können, wie ihre Monatsarbeitszeit berechnet wird.
Die monatliche Arbeitszeit kann fachlich korrekt mit zwei Methoden berechnet werden:
