Lohnabrechnung-Software für KMU: GoBD-konform, DATEV-Schnittstelle, 2027-fest

April 30, 2026

Lohnabrechnung-Software 2026 für KMU: DATEV-Schnittstelle, eAU, GoBD-konform, Self-Service. Vergleich Taxmaro, DATEV, Lexware, Personio – mit Preisen und Implementierungsplan.

Lohnabrechnung war 2015 noch ein Excel-Sheet beim Steuerberater. 2026 ist sie ein vernetztes Compliance-System mit eAU-Schnittstelle, automatisierten SV-Meldungen, GoBD-fester Aufbewahrung und DATEV-Echtzeit-Übergabe. Wer als KMU mit 5 bis 100 Mitarbeitenden eine Lohnabrechnung-Software sucht, steht 2026 vor einer entscheidenden Weichenstellung: selbst rechnen, beim Steuerberater bleiben oder hybrid mit moderner HR-Software arbeiten? Dieser Leitfaden zeigt, was Lohnabrechnung-Software heute leisten muss, was sie kostet und welche Lösung zu welchem Setup passt. Taxmaro fokussiert auf den hybriden Weg: digitale Personalakte und Bewegungsdatenpflege im Unternehmen, Lohnabrechnung beim Steuerberater per nativer DATEV-Schnittstelle. GoBD-konform, ab dem ersten Tag, mit Microsoft-365-Integration und in 6 bis 8 Wochen produktiv.

Auf einen Blick: Was Lohnabrechnung-Software für KMU 2026 leisten muss

  • GoBD-konforme, revisionssichere Aufbewahrung aller Lohn- und SV-Unterlagen für 10 Jahre ab 1.1.2027
  • Native DATEV-Schnittstelle (Lohn und Gehalt sowie LODAS) für Steuerberater-Workflow
  • Automatische SV-Meldungen, eAU-Abruf, A1-Bescheinigungen und ELStAM-Synchronisation
  • Berechnung aller gesetzlichen Sonderfälle: Mutterschutz, Elternzeit, Krankengeldzuschuss, Pfändungen, betriebliche Altersvorsorge
  • Mehrfache Korrekturläufe und revisionssichere Storno-Logik mit lückenlosem Audit-Trail
  • Mitarbeiter-Self-Service für digitale Lohnabrechnung, Stammdaten und Bescheinigungen
  • Cloud-Hosting in Deutschland mit ISO-27001 und DSGVO-konformer Auftragsverarbeitung
  • Schnittstellen zu Krankenkassen (DEÜV), Finanzamt (ELSTER), Banken (SEPA) und Statistischem Bundesamt
  • Taxmaro erfüllt alle diese Anforderungen out-of-the-box – als hybride HR-Plattform mit Lohn-Schnittstelle

Was ist Lohnabrechnung-Software? Definition und Funktionsumfang

Lohnabrechnung-Software (auch: Payroll-Software, Gehaltsabrechnung-Software oder Lohnsoftware) berechnet, dokumentiert und meldet die monatliche Vergütung der Mitarbeitenden eines Unternehmens. Sie übernimmt drei Aufgaben gleichzeitig: Berechnung (Brutto, Netto, Steuern, Sozialabgaben, Zuschläge, Sachbezüge, Mehrarbeitszuschläge, Sonn- und Feiertagsstunden), Meldung (Lohnsteueranmeldung an Finanzamt, SV-Meldungen an Krankenkassen, Berufsgenossenschaft, Statistisches Bundesamt) und Dokumentation (Lohnabrechnung als PDF, Lohnkonto, Lohnjournal, Verfahrensdokumentation, GoBD-Aufbewahrung). 2026 sind alle drei Schritte digital, weitgehend automatisiert und revisionssicher.

Im deutschen Markt 2026 dominieren drei Modelle. Modell A: Steuerberater rechnet ab, das Unternehmen liefert nur Bewegungsdaten (Stunden, Boni, Abwesenheiten). Vorteil: fachliche Verantwortung beim Berater, geringer interner Aufwand. Nachteil: Datenbruch und doppelte Pflege. Modell B: Eigene Lohnbuchhaltung, das Unternehmen rechnet selbst mit DATEV LODAS, Lexware lohn+gehalt oder sage Lohn. Vorteil: volle Kontrolle. Nachteil: hoher Personalaufwand, eigene Verantwortung bei Lohnsteueraußenprüfungen. Modell C: Hybrid – das Unternehmen pflegt Stamm- und Bewegungsdaten in einer modernen HR-Software (Taxmaro, Personio, HRworks), die Software übergibt monatlich per DATEV-Schnittstelle an den Steuerberater. Modell C kombiniert Software-Komfort mit fachlicher Steuerberater-Hoheit und ist für KMU mit 10 bis 80 Mitarbeitenden meist die wirtschaftlichste Variante.

Historisch begann Lohnabrechnung als Hand-Berechnung mit Lohnsteuertabellen, wurde Anfang der 1980er Jahre von DATEV automatisiert und wechselte ab 2015 in die Cloud. Treiber sind die zunehmende Komplexität (Tarifverträge, Pfändungen, betriebliche Altersvorsorge, Mobilitätsbudgets, E-Dienstwagen), die Digitalisierungspflichten (eAU seit 2023, ELStAM, elektronische Beitragsnachweise, A1) und die GoBD-Verschärfung 2027. Eine moderne Lohnabrechnung-Software muss heute wesentlich mehr leisten als reine Berechnung – sie ist die Compliance-Drehscheibe des Unternehmens. Ein Fehler in der Lohnabrechnung kostet nicht nur Vertrauen bei Mitarbeitenden, sondern bei Außenprüfungen schnell fünf- bis sechsstellige Nachzahlungen.

Anforderungen an Lohnabrechnung-Software für KMU 2026

Compliance: GoBD ab 2027 und DSGVO

Ab 1.1.2027 müssen Lohn- und SV-Unterlagen 10 Jahre revisionssicher digital aufbewahrt werden. Eine Lohnabrechnung-Software muss daher: jeden Zugriff protokollieren, Änderungen versionieren, Storno- und Korrekturläufe nachvollziehbar machen, ein Audit-Log auf Knopfdruck liefern und eine Verfahrensdokumentation automatisch generieren. DSGVO-Anforderungen kommen hinzu: Datenminimierung, Pseudonymisierung wo möglich, klare Lösch- und Aufbewahrungslogik, technisch-organisatorische Maßnahmen (TOM-Konzept) und ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Software-Anbieter nach Art. 28 DSGVO.

DATEV-Schnittstelle und Steuerberater-Workflow

Die meisten deutschen Steuerberater rechnen mit DATEV LODAS oder DATEV Lohn und Gehalt ab. Eine HR- oder Lohn-Software ohne native DATEV-Schnittstelle bedeutet doppelte Erfassung oder fehleranfällige CSV-Exporte, die in der Lohnsteueraußenprüfung schnell auffallen. Wichtig sind: bidirektionale Datenübergabe, automatische Mandanten-Synchronisation, Übergabe von Stammdaten, Bewegungsdaten, Abwesenheiten, Pfändungen und Auszahlungen. Im Idealfall wird der Steuerberater per DATEV Unternehmen online direkt eingebunden.

Automatisierung: eAU, SV-Meldungen, A1, ELStAM

Seit 2023 müssen Arbeitgeber AU-Bescheinigungen elektronisch bei Krankenkassen abrufen (eAU). Die SV-Meldungen (Beitragsnachweis, Anmeldungen, Abmeldungen, Jahresmeldungen, Sofortmeldungen, GKV-Monatsmeldungen) gehen über das DEÜV-Verfahren elektronisch an die Sozialversicherungsträger. ELStAM (elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale) werden monatlich beim Finanzamt abgerufen. Bei Auslandsentsendungen ist die A1-Bescheinigung zu beantragen. Eine moderne Lohn-Software automatisiert all das ohne manuelle Schritte – wer 2026 noch Beitragsnachweise per Hand ausfüllt, hat keine produktive Lohnabrechnung.

Sonderfälle: Mutterschutz, Pfändung, Mobilität, BAV

Mutterschutzlohn, Krankengeldzuschuss, Elternzeit, Pfändungen mit Schutzgrenzen nach §850c ZPO, betriebliche Altersvorsorge nach BetrAVG (Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds), Sachbezüge (50-€-Sachbezugsfreigrenze), 49-€-Ticket, E-Dienstwagen-Privatnutzung mit reduzierter Bemessungsgrundlage, Erholungsbeihilfe – die Sonderfälle sind zahlreich und ändern sich jährlich mit jedem Steuer- und Sozialgesetz. Die Software muss diese Fälle out-of-the-box abbilden, nicht erst nach Custom-Entwicklung. Achten Sie darauf, ob der Anbieter regelmäßige Updates zu Beitragsbemessungsgrenzen, Mindestlohn, Pfändungstabelle und Steuerklassen einspielt.

Korrektur- und Storno-Logik

Lohnabrechnungen werden nachträglich korrigiert (vergessene Stunden, falsche Steuerklasse, rückwirkende Tariferhöhung, nachgereichte AU-Bescheinigung). Eine professionelle Software protokolliert jede Korrektur revisionssicher, ohne die Originalabrechnung zu löschen. Mehrere Korrekturen pro Monat sind möglich, Stornos werden nachvollziehbar markiert, und die Differenzen fließen automatisch in den nächsten Beitragsnachweis ein.

Self-Service und Mitarbeitendenportal

Mitarbeitende erwarten 2026, dass sie ihre Lohnabrechnung als verschlüsselte PDF im eigenen Portal abrufen, Bescheinigungen (Verdienstbescheinigung, Arbeitgeberbescheinigung, Bescheinigung für Elterngeld) selbst beantragen und ihre Stammdaten (Adresse, Bankverbindung, Konfession, Steuer-ID) selbst pflegen können. Das spart der HR-Abteilung pro Mitarbeitendem rund eine Stunde pro Jahr und verbessert die Datenqualität signifikant.

Cloud, Hosting und Sicherheit

Deutsches Cloud-Hosting im ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum ist 2026 Standard. Verschlüsselung in Transit (TLS 1.3) und at Rest (AES-256), Multi-Faktor-Authentifizierung, regelmäßige Penetrationstests und ein Datenschutzbeauftragter beim Anbieter sollten selbstverständlich sein. Bei sensiblen Lohndaten ist ein zusätzlicher Single-Tenant-Mode oft sinnvoll.

Skalierbarkeit und Mehrmandanten

Steuerberater und Holdings arbeiten mit Mehrmandanten-Software. Aber auch wachsende Unternehmen brauchen die Möglichkeit, mehrere Tochtergesellschaften, Betriebsstätten oder Lohnarten parallel zu führen. Achten Sie auf flexible Mandanten-Strukturen ohne lineare Preisexplosion und auf einen sauberen Berechtigungs-Mechanismus pro Mandant.

Funktionsumfang im Detail

Stammdatenverwaltung

Personen, Verträge, Steuerklassen, Konfession, Krankenkasse, SV-Schlüssel, Sachbezüge, Bankverbindung, Pfändungen, BAV-Verträge. Versionshistorie pro Feld, granular regelbare Zugriffsrechte. Anbindung an die digitale Personalakte mit GoBD-fester Ablage.

Brutto-Netto-Berechnung

Vollautomatische Berechnung mit aktuellen Lohnsteuertabellen, Sozialversicherungsbeiträgen, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, Beitragsbemessungsgrenzen für 2026. Tarifverträge und Mehrarbeitszuschläge werden parametriert, Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge gemäß §3b EStG steuerfrei berücksichtigt.

SV-Meldungen (DEÜV)

Beitragsnachweis, Anmeldung, Abmeldung, Jahresmeldung, Sofortmeldung, GKV-Monatsmeldung, A1-Bescheinigung, Unterbrechungsmeldungen. Vollelektronische Übermittlung an Krankenkassen, Berufsgenossenschaft, Künstlersozialkasse und Statistisches Bundesamt.

eAU-Integration

Automatischer Abruf der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei der Krankenkasse, Ablage in der Personalakte, Anstoß der Lohnfortzahlung beziehungsweise des Krankengeldzuschusses. Manuelle eAU-Abfragen entfallen vollständig.

Lohnsteueranmeldung und ELStAM

Monatliche oder vierteljährliche Lohnsteueranmeldung an das Finanzamt über ELSTER. Monatlicher ELStAM-Abruf für jeden Mitarbeitenden, automatische Aktualisierung von Steuerklasse, Freibeträgen und Konfession. Bei Doppelbeschäftigung und Steuerklassenwechsel wird automatisch reagiert.

Sachbezüge und Pauschalversteuerung

Dienstwagen (1-Prozent-Regelung, Fahrtenbuch, E-Dienstwagen mit reduzierter Bemessung), Mahlzeitengewährung, Jobticket, Erholungsbeihilfe, Sachgeschenke, Internetpauschale, Kindergartenzuschuss – inklusive korrekter Verbeitragung und gegebenenfalls Pauschalversteuerung nach §40 EStG.

Pfändungen und Abtretungen

Gerichtliche Pfändungen, Abtretungen, Insolvenz-Vorfinanzierung. Die Software berechnet Pfändungs-Freigrenzen nach §850c ZPO automatisch, berücksichtigt Unterhaltspflichten und überweist den pfändbaren Anteil per SEPA an den Gläubiger.

Reisekosten- und Auslagenerstattung

Verpflegungsmehraufwand nach §9 EStG, Übernachtungspauschale, Fahrtkosten, Kilometerpauschale, Tankquittungen, Bewirtungskosten. Direkter Übertrag in die Lohnabrechnung als steuerfreie oder steuerpflichtige Erstattung, Anbindung an Reisekostentools wie Circula oder Mobilexpense.

Reporting und Bescheinigungen

Lohnjournal, Lohnkonto, Bruttolohnliste, Beitragsnachweis-Übersicht, Lohnsteueranmeldung-Übersicht, Verdienstbescheinigung, Arbeitsbescheinigung, Bescheinigung für Elterngeld, Krankenkasse, Bundesagentur für Arbeit, Bescheinigung für Wohngeld und Eltern-Hilfen.

Mitarbeiter-Self-Service-Portal

Verschlüsselter Login mit Multi-Faktor-Authentifizierung, monatliche Lohnabrechnung als signiertes PDF, Stammdaten-Selbstpflege, Bescheinigungen anfordern, Reisekosten einreichen, Urlaubsstand einsehen, betriebliche Altersvorsorge verwalten.

Verfahrensdokumentation und Audit-Trail

Automatisch generierte GoBD-Verfahrensdokumentation, lückenloses Audit-Log über alle Buchungen, Korrekturen und Stornos, Export in maschinenlesbarem Format für die Lohnsteueraußenprüfung.

Vergleichstabelle: Lohnabrechnung-Software für KMU im Markt

KriteriumTaxmaro (hybrid)DATEV LODASDATEV Lohn und GehaltLexware lohn+gehaltsage LohnPersonio PayrollHRworks Lohn
Zielgruppe (Mitarbeitende)5 bis 10010 bis unbegrenzt1 bis 501 bis 5020 bis 50050 bis 50020 bis 250
Eigene LohnabrechnungNein (über DATEV)Ja (Kern)Ja (Kern)Ja (Kern)JaJa (Add-on)Ja
Native DATEV-SchnittstelleJaNativeNativeEingeschränktJaJaJa
SV-Meldungen automatischJa (über DATEV)JaJaJaJaJaJa
eAU-IntegrationJaJaJaJaJaJaJa
GoBD-konforme AufbewahrungJaJaJaJaJaJaJa
PfändungsbearbeitungÜber DATEVJaJaEingeschränktJaJaJa
Self-Service für MitarbeitendeJaEingeschränktEingeschränktEingeschränktJaJaJa
Cloud-HostingDeutschlandDeutschlandDeutschlandDeutschlandEUDeutschland/EUDeutschland
Pricing pro MA/Monat (ca.)Anfrage10 bis 25 €3 bis 8 € + Beraterkosten4 bis 9 €6 bis 15 €10 bis 18 €5 bis 12 €
Setup-GebührVerhandelbarAb 2.500 €Ab 500 €Ab 0 €Ab 1.500 €Ab 2.000 €Ab 1.000 €
Steuerberater-WorkflowOptimalStandardStandardMöglichMöglichMöglichMöglich

Detaillierte Einzelvergleiche finden Sie in unseren Cluster-Artikeln zu DATEV-Alternative, Lexware-Alternative, Personio-Alternative und im umfassenden HR-Software-Vergleich. Die obenstehenden Preisangaben sind Marktbeobachtungen und können je nach Vertragsvolumen, Branchenspezifik und Mandantenstruktur abweichen.

Praxis-Szenarien: Welche Lohn-Software passt für wen?

Szenario 1: Steuerberater-Mandant mit 18 Mitarbeitenden

Lohn läuft beim Steuerberater (DATEV LODAS), das Unternehmen pflegt nur Stammdaten und liefert Bewegungsdaten. Empfehlung: Taxmaro oder eine vergleichbare hybride HR-Plattform mit DATEV-Schnittstelle. Der Steuerberater bekommt jeden Monat einen sauberen Datensatz, das Unternehmen spart sich Lizenzen für eine zweite Lohn-Software und vermeidet doppelte Pflege.

Szenario 2: Eigene Lohnbuchhaltung im Mittelstand mit 80 Mitarbeitenden

Eigene Lohnbuchhalterin, hoher Komplexitätsgrad mit Tarifvertrag (z. B. IG-Metall oder TVöD), Schichtmodellen, betrieblicher Altersvorsorge, Zeitwertkonten. Empfehlung: DATEV LODAS oder sage Lohn als Kern-Lohnsoftware, Taxmaro als HR-Layer mit Personalakte und Self-Service obendrauf. Beide Welten lassen sich sauber per DATEV-Schnittstelle koppeln.

Szenario 3: Tech-Startup mit 35 Mitarbeitenden

Internationale Verträge, Equity-Kompensation, Mobilitätsbudgets, Remote Work, Mitarbeitende in mehreren Bundesländern. Empfehlung: Personio Payroll oder Taxmaro mit DATEV-Schnittstelle. Personio überzeugt mit moderner UX und integriertem Recruiting, Taxmaro mit besserer Microsoft-Integration und sauberem Steuerberater-Workflow.

Szenario 4: Handwerksbetrieb mit 25 Mitarbeitenden

Akkordlohn, Auslösen, Stundenkonten, Krankheits-Spitzen im Winter, mobile Zeiterfassung an Baustellen. Empfehlung: HRworks oder Taxmaro mit DATEV-Anbindung und einer soliden Zeiterfassungs-Schnittstelle (siehe Zeiterfassung-Software). Die Lohn-Software sollte Auslösen und Mehrarbeitszuschläge tarifrechnerisch korrekt abbilden.

Was kostet Lohnabrechnung-Software? (Preisgestaltung)

Lohnabrechnung-Software wird auf zwei Arten abgerechnet: Lizenz pro Mitarbeitendem und Monat (Cloud-Modelle wie Taxmaro, Personio, HRworks) oder Lizenz plus Buchungs- und Beraterkosten (DATEV-Modell beim Steuerberater).

KostenpositionNiedrigMittelHoch
Lizenz pro MA/Monat3 €8 €20 €
Beraterhonorar pro Abrechnung (Steuerberater)8 €15 €30 €
Setup-Gebühr (einmalig)0 €1.500 €5.000 €
SV-Meldungen, eAU (oft inklusive)0 €0 €50 € pro Monat
Korrekturläufe (oft inklusive)0 €0 €10 € pro Korrektur
Jahreskosten 30 MA (Lizenz Mittel)1.080 €2.880 €7.200 €
Jahreskosten 30 MA über Steuerberater2.880 €5.400 €10.800 €

Kostentreiber sind: Komplexitätsgrad (Tarife, Pfändungen, Boni, BAV), Zahl der Mandanten, Self-Service-Module, Premium-Support, Custom-Schnittstellen, Schulungsbedarf und Anbindung an HR- oder Zeiterfassungssysteme. Steuerberater-Modelle sind in der Regel teurer als reine Software-Modelle, dafür inklusive fachlicher Verantwortung – ein wichtiger Faktor bei Lohnsteueraußenprüfungen, weil der Steuerberater haftet.

Implementierung: So gelingt die Einführung in 6 bis 8 Wochen

Eine Lohn-Software-Migration ist sensibler als eine HR-Software-Migration, weil Fehler unmittelbar im Geldbeutel der Mitarbeitenden landen und Außenprüfungen Konsequenzen haben. Bewährter 5-Phasen-Plan:

  1. Discovery (Woche 1): Bestehende Lohnstruktur analysieren, Tarifverträge erfassen, Sonderfälle dokumentieren (Pfändungen, BAV, Sachbezüge, betriebliche Altersvorsorge), Steuerberater einbinden, Datenschutz-Folgenabschätzung, Betriebsrat einbeziehen.
  2. Setup (Woche 2 bis 3): Mandant in DATEV oder neuer Software anlegen, Lohnarten konfigurieren, Tarifparameter setzen, Schnittstellen aktivieren (eAU, ELStAM, ELSTER, DEÜV), SEPA-Bankverbindung verifizieren.
  3. Migration (Woche 3 bis 4): Stammdaten und Lohnkonten aus Altsystem übernehmen, Pfändungen, BAV-Verträge und steuerfreie Reisekostenpauschalen migrieren, Stichprobe-Abrechnung gegen Altsystem prüfen, Differenzen analysieren.
  4. Schattenabrechnung (Woche 4 bis 5): Eine vollständige Monatsabrechnung parallel zum Altsystem laufen lassen, jede Differenz pro Mitarbeitendem klären, Konfiguration nachjustieren, Lohnjournal abgleichen.
  5. Go-Live und Hypercare (Woche 5 bis 8): Produktivlauf, tägliche Stand-up-Calls in den ersten zwei Wochen, parallele Schattenabrechnung im ersten produktiven Monat als Sicherheit, dann Übergabe in den Regelbetrieb mit dokumentiertem Eskalationspfad.

Typische Stolperfallen: nicht migrierte Lohnarten, vergessene Pfändungen oder BAV-Verträge, falsche Beitragsbemessungsgrenzen, ungeprüfte ELStAM-Übernahme, fehlende Verfahrensdokumentation, vergessene Sonderzahlungen und Jahresarbeitsentgeltbescheinigungen.

2026/27-Pflichten und Compliance

GoBD ab 1.1.2027: Lohn- und SV-Unterlagen müssen 10 Jahre revisionssicher aufbewahrt werden. Excel-Tabellen, lokale Ordner und Mail-Anhänge reichen nicht aus. Eine GoBD-konforme Lohn-Software protokolliert jeden Zugriff und jede Änderung in einem unveränderbaren Audit-Trail. DSGVO Art. 5, 25, 32: Datenminimierung, Privacy by Design, Verschlüsselung in Transit und at Rest, technisch-organisatorische Maßnahmen, Auftragsverarbeitungsverträge nach Art. 28 DSGVO. eAU-Pflicht seit 2023: Arbeitgeber müssen AU-Bescheinigungen elektronisch abrufen – manuelle Annahme von Krankschreibungen ist nicht mehr zulässig und führt zu Lohnfortzahlungs-Streit. Mitbestimmungspflicht nach §87 BetrVG: Die Einführung einer Lohn-Software, die Mitarbeitende überwachen kann (z. B. mit Performance-Daten verknüpft), ist mitbestimmungspflichtig. Eine Betriebsvereinbarung sollte vor dem Rollout abgeschlossen sein. Lesen Sie auch unseren Leitfaden zu den Aufbewahrungsfristen für Personalakten und Lohnunterlagen.

Warum Taxmaro die richtige Wahl für KMU ist

  • Hybrid-Architektur für KMU mit Steuerberater: Taxmaro übernimmt Stamm- und Bewegungsdaten, der Steuerberater rechnet ab – sauber, GoBD-fest, ohne Datenbruch und ohne doppelte Lizenzkosten.
  • Native DATEV-Schnittstelle: Lohn und Gehalt sowie LODAS, bidirektional, ohne CSV-Bastelei und ohne Custom-Feldzuordnung.
  • eAU, SV-Meldungen, ELStAM automatisiert: Über die DATEV-Schnittstelle bzw. integrierte Module – kein manueller Eingriff nötig, kein vergessener Beitragsnachweis am Monatsende.
  • Mitarbeiter-Self-Service inklusive: Verschlüsselte Lohnabrechnung im Portal, Stammdaten-Selbstpflege, Bescheinigungen auf Knopfdruck – kein E-Mail-Versand mit Lohndaten.
  • Microsoft 365 / SharePoint Integration: Lohnabrechnungen, Bescheinigungen und Verträge liegen genau dort, wo Ihr Team ohnehin arbeitet, mit Single-Sign-On und sauberer Berechtigungssteuerung.
  • Faires KMU-Pricing: Deutlich günstiger als DATEV-Komplexvarianten mit Volldienstleistung, vergleichbar mit Personio Payroll, mit besserer Compliance-Tiefe und schnellerer Implementierung.

Wann passt Taxmaro NICHT?

Wenn Sie eine voll integrierte Eigen-Lohnabrechnung ohne Steuerberater wünschen und der Komplexität wegen aller Sonderfälle (Tarif, Pfändungen, betriebliche Altersvorsorge, internationale Entsendungen) selbst rechnen wollen, ist DATEV LODAS oder sage Lohn die bessere Wahl. Wenn Ihr Unternehmen mehr als 500 Mitarbeitende hat oder in 10 oder mehr Ländern Lohn abrechnet, sind Personio Payroll mit Multi-Country-Partnern oder ADP Streamline die bessere Wahl. Auch Selbstständige und Mini-Betriebe mit 1 bis 4 Mitarbeitenden sind bei Lexware lohn+gehalt günstiger aufgehoben. Für deutsche KMU mit Steuerberater-Setup, 5 bis 100 Mitarbeitenden und Microsoft-365-Stack ist Taxmaro hingegen die effizienteste Wahl – weil es genau für diese Konstellation gebaut wurde.

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Laura Stapf

Marketing-Spezialistin

Bei Taxmaro entwickle ich Strategien für einen wirkungsvollen Social-Media-Auftritt. Zudem verfasse ich Fachartikel im Blog zu Themen rund um HR und Lohnbuchhaltung und verbinde dabei fachliche Expertise mit praxisnahen Einblicken.