Freistellung von Arbeitnehmern: Für welche Tätigkeiten ist sie erlaubt – und wann sogar Pflicht?

January 9, 2026

Freistellungen sind für Arbeitgeber kein freiwilliger Akt der Großzügigkeit, sondern häufig eine gesetzliche Pflicht. Ob Arztbesuch, Pflegezeit oder Katastrophenschutzeinsatz: Wer Arbeitnehmer falsch oder gar nicht freistellt, riskiert Nachzahlungen und rechtliche Auseinandersetzungen. Dieser Beitrag zeigt, wann Freistellung erlaubt, wann vorgeschrieben und wann sie bezahlt werden muss.

Was bedeutet Freistellung?

Unter einer Freistellung versteht man die vorübergehende oder dauerhafte Entbindung des Arbeitnehmers von seiner Arbeitspflicht – mit oder ohne Fortzahlung des Gehalts.

Man unterscheidet zwischen:

  • Bezahlter Freistellung
  • Unbezahlter Freistellung
  • Widerruflicher und unwiderruflicher Freistellung

Für welche Tätigkeiten kann oder muss ich Arbeitnehmer freistellen?

1. Freistellung nach § 616 BGB – vorübergehende Verhinderung

Arbeitnehmer haben Anspruch auf bezahlte Freistellung, wenn sie ohne eigenes Verschulden kurzzeitig verhindert sind, z. B.:

  • Arztbesuch, der nur während der Arbeitszeit möglich ist
  • Hochzeit des eigenen Kindes
  • Todesfall naher Angehöriger
  • Geburt des eigenen Kindes

2. Gesetzlich vorgeschriebene Pflichtfreistellungen

Für bestimmte Tätigkeiten besteht sogar eine Freistellungspflicht:

Muss ich einen freigestellten Arbeitnehmer weiter bezahlen?

Das hängt vom Grund der Freistellung ab:

Ist ein freigestellter Arbeitnehmer weiterhin versichert?

Sozialversicherung

Bei bezahlter Freistellung bleibt der Arbeitnehmer vollständig sozialversichert. Bei unbezahlter Freistellung entfällt die Sozialversicherungspflicht – außer es besteht weiterhin Anspruch auf Entgelt oder Entschädigung.

Unfallversicherung

Bei gesetzlich vorgeschriebener Freistellung (z. B. THW-Einsatz) greift meist die gesetzliche Unfallversicherung über die Einsatzorganisation.

Typische Fehler von Arbeitgebern

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Fazit für Arbeitgeber

Freistellungen sind kein Gnadenakt, sondern oft gesetzlich vorgeschrieben. Wer falsch freistellt oder nicht zahlt, riskiert Nachzahlungen, Klagen und Reputationsschäden – saubere Prozesse sind daher Pflicht.

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Laura Stapf

Marketing-Spezialistin

Bei Taxmaro entwickle ich Strategien für einen wirkungsvollen Social-Media-Auftritt. Zudem verfasse ich Fachartikel im Blog zu Themen rund um HR und Lohnbuchhaltung und verbinde dabei fachliche Expertise mit praxisnahen Einblicken.